Traubensilberkerze

Traubensilberkerze: damit die Wechseljahre Sie kalt lassen

Präparate aus der Traubensilberkerze (wie zum Beispiel Femikliman uno) erfreuen sich bei Frauen in den Wechseljahren zunehmender Beliebtheit. Die Extrakte werden seit über 100 Jahren medizinisch eingesetzt und sind gut verträglich. Dabei gelten sie vor allem zur Behandlung von Hitzewallungen und übermäßigem Schwitzen als wirksam.

Als bewährtes pflanzliches Mittel ist die Traubensilberkerze daher aus der medizinischen Behandlung von Wechseljahresbeschwerden nicht mehr wegzudenken. Warum aber vertrauen so viele Frauen in den Wechseljahren auf die Wirkung der Traubensilberkerze?

Traditionell: woher die Traubensilberkerze kommt und wie sie wirkt

Die bis zu 2 Meter hohe Traubensilberkerze (lateinischer Name Cimicifuga racemosa) stammt ursprünglich aus Nordamerika (1). Mittlerweile ist das Hahnenfußgewächs aber auch in Teilen Europas zu Hause. Ihren Namen verdankt sie den zahlreichen kerzenförmigen Trauben an den Stängeln. Die medizinisch wirksamen Inhaltsstoffe von Cimicifuga befinden sich vor allem in der Wurzel.

Traubensilberkerze in den Wechseljahren: bestätigte Wirksamkeit

Nicht umsonst wussten bereits die indianischen Ureinwohner Nordamerikas die Traubensilberkerze zu schätzen. Denn auf Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen konnten schon indianische Frauen in den Wechseljahren gut verzichten. Umso mehr gilt dies für die moderne Frau von heute. Denn sie steht auch während der Wechseljahre noch voll im Leben.

Und was sagt die Wissenschaft?

Jahrelange Erfahrungen haben gezeigt, dass klassische Wechseljahresbeschwerden mit Extrakten der Traubensilberkerze gelindert werden können. Mittlerweile untermauern auch zahlreiche wissenschaftliche Studien die positive Wirkung. Vor allem Hitzewallungen und Schweißausbrüche sind mit Traubensilberkerze-Extrakt gut behandelbar (2). Für Frauen in den Wechseljahren ist dies eine gute Nachricht. Denn unter diesen sogenannten neurovegetativen Beschwerden leiden immerhin gut 2/3 aller Frauen in den Wechseljahren. Auch auf die Psyche scheint Cimicifuga Einfluss zu nehmen. Häufige psychische Wechseljahressymptome bessern sich erfahrungsgemäß. Dazu zählen

  • Stimmungsschwankungen,
  • Reizbarkeit und
  • depressive Zustände.

Weiterhin gibt es erste Hinweise darauf, dass der Knochenaufbau begünstigt wird (1). Für Frauen in den Wechseljahren gut zu wissen. Denn die im Volksmund als Knochenschwund bekannte Osteoporose ist eine Langzeitfolge der Wechseljahre. Sie führt zu porösen Knochen und erhöhter Sturzgefahr.

Wichtig für Sie:

Auch die gute Sicherheit und Verträglichkeit von Präparaten mit Traubensilberkerze sind mittlerweile erwiesen.

Hormonfreier Wirkmechanismus: ein unschlagbarer Vorteil!

Lange wurde bei der Traubensilberkerze von einer hormonartigen Wirkung ausgegangen. Denn viele Präparate der pflanzlichen Medizin (Phytotherapie) enthalten pflanzliche Hormone (Phytohormone). Man kennt sie beispielsweise von der Sojapflanze (Glycine max.) oder dem Rotklee (Trifolium pratense). Diese als Isoflavone bezeichneten Inhaltsstoffe wirken ähnlich dem weiblichen Sexualhormon Östrogen.

Der Nachteil: Grundsätzlich können bei allen Hormonen unerwünschte Veränderungen im Gebärmutter- und Brustgewebe auftreten. Diese Nebenwirkungen sind jedoch bei der Traubensilberkerze nicht zu befürchten. Denn viele Experten gehen mittlerweile von einer hormonunabhängigen Wirkungsweise aus (1, 2, 3). Vielmehr scheinen die Inhaltsstoffe von Cimicifuga im zentralen Nervensystem, also den Nervenstrukturen in Gehirn und Rückenmark, zu wirken (2, 3).

Produkte der Traubensilberkerze – unterirdisch gut!

Generell basiert die Pflanzenmedizin oder auch Phytotherapie als Bestandteil der Schulmedizin auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Ihre Produkte werden deshalb nach denselben strengen Qualitätskriterien hergestellt. Dies gilt auch für Cimicifuga-Extrakte. Sie werden aus dem getrockneten Wurzelstock, dem unterirdischen Teil der Pflanze, gewonnen.

Ein Blick ins Apothekenregal zeigt, dass verschiedene Cimicifuga-Präparate zur Verfügung stehen. Ob sie helfen, hängt auch von der Art der Herstellung ab. Denn entscheidend für die Wirksamkeit der Präparate ist die Qualität des Traubensilberkerze-Extrakts. Das cimicifugahaltige Produkt Femikliman uno wird deshalb nach einem speziellen und offiziell anerkannten Verfahren hergestellt (2). Weiterhin ist auch eine ausreichende Dosierung des Wurzelextrakts für die Wirksamkeit entscheidend. Für die effektive Behandlung von Wechseljahresbeschwerden wird die Einnahme von täglich 40 mg Wurzelextrakt der Traubensilberkerze empfohlen. Zur Verwendung der Traubensilberkerze in Form von Tee gibt es jedoch keine Untersuchungen. Über die Wirksamkeit kann deshalb keine Aussage getroffen werden.

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Nebenwirkungen: in einigen Fällen ist Vorsicht geboten

Generell ist Cimicifuga-Extrakt gut verträglich. Bei schätzungsweise 5 von 100 Frauen treten jedoch leichte unerwünschte Effekte auf. Zu den häufigsten gehören

  • Magen-Darm-Beschwerden,
  • Kopfschmerzen,
  • Schwindel,
  • Hautrötungen.

Nach Absetzen des Mittels verschwinden diese Nebenwirkungen wieder.
In seltenen Fällen wurden Leberschäden berichtet. Deshalb sind Cimicifuga-Präparate bei Frauen mit bereits bestehenden Leberproblemen ungeeignet. Weiterhin sollte die Einnahme von Extrakten mit der Traubensilberkerze beendet werden, sobald sich Nebenwirkungen auf die Leber (Gelbfärbung von Augen oder Haut) bemerkbar machen.

Ist Cimicifuga für mich geeignet?

Viele Frauen verspüren mittlerweile den Wunsch nach einer hormonfreien und gut verträglichen pflanzlichen Therapie. Dabei darf „gut verträglich“ jedoch nicht gleichbedeutend mit „wirkungsarm“ sein.

Traubensilberkerze-Präparate wie Femikliman uno sind erwiesenermaßen gut wirksam. Und das bei guter Verträglichkeit. Für Frauen mit leichten bis mittelschweren Wechseljahresbeschwerden eignen sie sich deshalb besonders gut. Vor allem Hitzewallungen und Schweißausbrüche werden erfolgreich bekämpft. Auch im fortgeschrittenen Alter ist Cimicifuga eine gute Lösung. Die Wechseljahre sind dann schon fast durchgestanden und eine klassische Hormonersatztherapie ist oftmals nicht gewünscht.

Wichtig für Sie:

Treten bei Ihnen zusätzlich Beschwerden wie z.B. Scheidentrockenheit auf? Keine Sorge, Femikliman uno ist gut mit anderen Produkten kombinierbar. Dafür ist beispielsweise das Befeuchtungsgel Kadefungin mit Hyaluronsäure geeignet.

Quellenangaben

  1. Boblitz N. Therapie klimatischer Beschwerden mit Cimicifuga racemosa: Erkenntnisse zu Wirkung und Wirksamkeit. Journal für Menopause 2002, Ausgabe für Deutschland 9 (3): 21-25
  2. European Medicines Agency (EMA). HMPC “Assessment report on Cimicifuga racemosa (L.) Nutt., rhizoma Draft-Revision” (EMA/HMPC/48744/2017; 18 July 2017 Committee on Herbal Medicinal Products [HMPC]). 2017. S. 1-64
  3. Kraft K. Phytotherapie versus Hormone bei klimakterischen Beschwerden. EHK 2012; 61 (04): 208-213